17. Juni 2009

Neue Website online

Liebe Leser des ORANG-Weblogs.
Diese Seite wird in Zukunft nicht mehr aktiv sein, denn wir haben anlässlich des Erscheinens von ORANG #8 eine neue Website mit integriertem Blog erstellt. Dort wird es in Zukunft Aktuelles rund um ORANG zu lesen geben, und wir hoffen auf reges Interesse.
Bis unsere Releaseparties in Hamburg und Berlin vorüber sind, seht ihr auf der Startseite www.orang-magazin.net noch die entsprechenden Ankündigung, aber unten gibt es einen Button “Weiter zur Website”: Mit einem Klick kommt man auf die neue Seite, die im Laufe der Zeit mit mehr und mehr Inhalt gefüllt werden soll, und ab Ende Juli auch die Startseite wird.

Viel Vergüngen,
das ORANG-Team

28. Mai 2009

Kati Rickenbach: Neue Webseite

Kati Rickenbach, unter anderem vertreten in Orang#04 und Orang#07, hat ihre Webseite neu gestaltet und die Inhalte Mitte diesen Monats veröffentlicht. Nachdem ihr Auftritt im Netz lange Zeit eher mager war, macht die Zeichnerin aus Zürich nun eine grosse Menge ihrer Arbeiten online verfügbar. Noch bis Ende Juni arbeitet Rickenbach in Hamburg an ihrem neuen Comicroman, einer autofiktionalen Erzählung über ihre Aufenthalte in der Hansestadt 2004 und heute.

29. Dezember 2008

Unabhängige Publikationen zum Jahresende

Zum Ende des Jahres, und damit pünklich zum 3. Hamburger Comicfestival, sind im Umfeld der Armgartstrasse eine ganze Reihe von Comicpublikationen erschienen, denen gemein ist, dass ihre Produktion auf Selbstorganisation beruht, also nicht von etablierten Verlagen initiiert ist.
Mamiverlag
Mit sage und schreibe vier Neuveröffentlichungen, und damit mehr als einer Verdopplung des bislang noch schmalen Verlagsprogramms, war der Mamiverlag zum Festival angereist. Wie auch immer man die ökonomische Zukunft des noch jungen Verlagsprojekts einschätzen will - die Produkte überzeugen auf ganzer Linie. Die neuen Bücher von Anke Feuchtenberger, Stefano Ricci, Julia Gordon (sh. Abbildung) und Birgit Weyhe changieren zwischen Narration und freier Grafik und setzen sich damit zwischen alle ästhetischen und marktrelevanten Stühle.
Wer indes Feuchtenbergers Wirken als Künstlerin wie als Professorin kennt, den wunderts nicht: ihre Position ist seit vielen Jahren umstritten, und sie wird es im konservativen deutschen Comicgeschäft wohl noch einige Zeit bleiben. Natürlich ist die Kontroverse hier ein Gütesiegel: streiten mag man sich ja nur um Positionen von Relevanz. Der Mamiverlag, geführt von Feuchtenberger und Ricci, bringt also Arbeiten der Verlagschefs sowie Debuts junger, unbekannter Zeichnerinnen in wunderschöner Aufmachung und zu verblüffend niedrigen Preisen.

PlusPlus + Aua Aua
Das Comicmagazin PlusPlus könnte man eigentlich der Fanzineszene zurechnen: die Anthologie ist von Zeichnern organisiert und finanziert, es gibt keinen Verlag im Hintergrund, auch keine Anbindung etwa an einen Hochschulkurs, und niemand der Initiatoren wird bei diesem Projekt Geld verdienen. Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht: einerseits fällt die vierte Ausgabe der deutsch-schweizerischen Kooperation als makellos produzierter Offsetprint mit Klebebindung und ISBN-Nummer eindeutig nicht mehr in die Kategorie Fanzine. Andererseits gibt es eine Vernetzung mit der Edition Moderne, in deren Folge PlusPlus #4 jetzt im Programm des Züricher Verlags auftaucht und von dessen Vertriebsstruktur profitieren kann. Man möchte hierzu gerne gratulieren, gleichwohl verbreitet das Produkt selbst nur wenig Aufbruchsstimmung. War PlusPlus #3 im Verhältnis zu den vorangegangenen Nummern noch eine echte Überraschung, so hat man nun den Eindruck, dass die Zeichner und Zeichnerinnen des Magazins Angst haben, das Niveau ihrer preisgekrönten dritten Ausgabe wesentlich zu überbieten. Positiv fallen gleichwohl Arbeiten Einzelner ins Auge, etwa die sehr schön gestalteten Seiten des Berliner Zeichners Paul Paetzel.
Anders verhält es sich mit dem von Ludmilla Bartscht und Simon Schwartz organisierten kleinformatigen Buch Aua! Aua! Heiss! Heiss!, das voller Überraschungen und unerwarteter Auftritte steckt. Das mit Ringbuchbindung versehene, farbige Kleinod ist zwar irgendwo auf halbem Weg zwischen Trashästhetik und Edelproduktion steckengeblieben, dennoch zeugen die vertretenen Arbeiten vom hohen Standard der Produktion an der Hamburger Armgartstrasse. Ganz besonders lustig und anspruchsvoll gestaltet sind die Geschichten von Maren Amini (sh. Abbildung) und Marlene Krause.

OHA und BAI #4
Auch dem Selbstverständnis nach ein Fanzine ist das Heft OHA von Haina. Vielleicht erinnern sich noch manche Leser aus Hamburg: bis vor einigen Jahren hatte der Musiker und Zeichner Haina ein (fast) monatlich erscheinendes Heft in kleiner Auflage herausgegeben, nämlich OH-HA!. Das neue Fanzine mit dem recht ähnlichen Namen ist jetzt also die offizielle Nachfolgepublikation, kommt allerdings im Gegensatz zum Vorgänger ganz in Farbe und ohne redaktionellen Teil. Besonders schön ist, dass Haina in der Erstausgabe der neuen Reihe nicht in erster Linie auf die altbekannten Protagonisten der Hamburger Fanzineszene zurückgreift, sondern auch bislang unbekannte Zeichner zur Mitarbeit bewegen konnte. Im Ergebnis überzeugt das vielleicht nicht auf ganzer Strecke, macht aber Lust auf mehr (vor allem mehr von Herrn Pumpernickel von den Biologisch Abbaubaren Illusionen und von Herrn Tenten, bitte).
Die vierte Ausgabe des Fanzines Biologisch Abbaubare Illusionen ist ebenfalls erschienen (sh. Abbildung) und wieder voller Miniaturen rund um Sinnfrage, Natur und Mensch, Kreatur und Hund.

Ein süsser Brei
Wer sich in Hamburgs Comicszene ein wenig auskennt, wird nicht viel Mühe haben zu erkennen, dass die hier genannten Projekte, zumal durch personelle Überschneidungen, mit Projekten wie Orang, Spring oder Two Fast Colour in einem Vernetzungszusammenhang stehen. Gemessen an der Enge der Hansestadt ist die Verflechtung vielleicht gar nicht besonders hoch, auf jeden Fall aber ist das kulturelle Leben der Stadt von feinstem Comicfilz durchwirkt. Die nächsten Jahre werden zeigen, welche Publikationen und Initiativen unter diesen Bedingungen auch langfristig bestehen können.

Die genannten Publikationen in alphabetischer Ordnung:
Aua! Aua! Heiss! Heiss!
mit Beiträgen von Maren Amini, Theresa Lettner, Marlene Krause, Judith Mall, Anne Vagt, Ludmilla Bartscht, Oliver Grajewski, Julia Marti, Simon Schwartz, Jan Pisarski und Johanna Creutzburg
96 Seiten, 4-farbig, 8 Euro
kein Verlag, Bestellung über Email

Biologisch Abbaubare Illusionen #4
mit Beiträgen der Biologisch Abbaubaren Illusionen
32 Seiten, schwarz-weiss, 3 Euro
kein Verlag, Bestellung über Email

CandieColouredClown
von Jul Gordon
184 Seiten, schwarz-weiss, 12 Euro
Mamiverlag 2008, Bestellung über Webseite

Ich weiss

von Birgit Weyhe
184 Seiten, schwarz-weiss, 17 Euro
Mamiverlag 2008, Bestellung über Webseite

OHA #1

mit Beiträgen von Allfred Pumpernickel, Tenten, Alice Socal, Moki, Haina u.a.
32 Seiten, 4-farbig, 3.90 Euro
kein Verlag, Bestellung über Email

PlusPlus #4
mit Beiträgen von Ludmilla Bartscht, Andreas Bertschi, Kati Rickenbach, Julia Marti, Talaya Schmid, Milva Stutz, Konrad Beck, Christina Gransow, Anete Melece, Paul Paetzel
196 Seiten, schwarz-weiss, 12 Euro
kein Verlag, Bestellung über Email

RadioRicci
von Stefano Ricci
32 Seiten, 4-farbig, 10 Euro
Mamiverlag 2008, Bestellung über Webseite

wehwehwehsupertraene.de/lacrimella.de
von Anke Feuchtenberger
48 Seiten, 4-farbig, 15 Euro
Mamiverlag 2008, Bestellung über Webseite

27. Dezember 2008

ORANG #8

Die Arbeit an der achten Ausgabe von ORANG hat begonnen. Unter der Überschrift "Unendliche Geschichten" bzw. "Neverending Stories" beginnen die Zeichner und Zeichnerinnen dieser Tage mit der Arbeit. Erscheinen soll das Buch pünktlich zum Münchner Comicfestival im Juni. Das Cover (es ist noch nicht ganz fertig) hat Arne Bellstorf gestaltet.

14. November 2008

"Im Museum" Release

Am Freitag, 21. November, wird das Erscheinen des Buches "Im Museum - Die Treppe zum Himmel" in der Galerie Hinterconti gefeiert. Beginn der Veranstaltung ist 20 Uhr, ab ca. 22 Uhr gibt es eine Lesung des berühmten Autors W. Kaninchen (sh. Bild). Ausserdem zu sehen ist eine kleine Ausstellung mit Zeichnungen, Zeitungen, Fotos und Prints. Die Autoren des Buches "Im Museum", Sascha Hommer und Jan-Frederik Bandel, werden ebenfalls anwesend sein.

21. November
"Im Museum" Comicrelease

Hinterconti, Marktstrasse 40, 20357 Hamburg
ab 20 Uhr

9. November 2008

Comic Festival Hamburg 2008

11.-14. Dezember ist Festivalzeit
Nach einiger Verzögerung ist die Website des diesjährigen Hamburger Comicfestivals nun online. Wie auch letztes Jahr wird die im Kulturhaus 73 stattfindende Comicbörse eingerahmt von über die Stadt verteilten Ausstellungen. Das Spektrum reicht dabei von den Humorzeichnungen des Künstlerduos Rattelschneck über die avancierte Grafik Olivier Schrauwens bis hin zum Nachwuchskollektiv Biologisch Abbaubare Illusionen. Sozusagen in letzter Minute hat auch der Berliner Entertainer Fil einen Auftritt im Kulturhaus zugesagt. Einige der beteiligten Projekte und Künstler werden hier im Folgenden vorgestellt:

Rattelschneck

Das Autoren- und Zeichnerkollektiv Rattelschneck, bekannt u.a. aus der “Titanic”, “Zeit” und “FAZ”, ist eine Insel des wirklich Komischen im Land des Bierernstes und der Arbeitszeitverlängerung. Ob nun “Stulli das Pausenbrot”, “Lebkuchen Jonny” oder andere Protagonisten ihren Auftritt haben: stets wird das Absurde mit bestechender Schnoddrigkeit vorgetragen.

Mamiverlag: Birgit Weyhe - Gosia Machon - Julia Gordon

Der kleine Mamiverlag stellt drei junge Zeichnerinnen aus Hamburg vor. Birgit Weyhe hat 2007 den 2. Preis des Fumetto Comicwettbewerbs gewonnen. Gosia Machon hat u.a. für “Klassenfahrt” (Reprodukt) und “Strapazin” gezeichnet, sowie 2008 ihre Publikation “Hintergärten” beim Mamiverlag vorgelegt. Julia Gordon kennt man u.a. aus “Two Fast Colour”.

Plusplus, Blutt und Aua! Aua! Heiss! Heiss!

Comics und Bildergeschichten aus Deutschland und der Schweiz. Pünktlich zum Festival erscheinen jeweils neue Ausgaben der jungen, unabhängigen Magazine, nämlich plusplus#4 (CH/D) - Es war einmal: Comics um ein Foto, blutt#6 (CH) - härzig: Comics rund ums Niedlichsein, und Aua! Aua! Heiß! Heiß! (D) - Adaptionen nach alten Action–Piccolos.

Biologisch Abbaubare Illusionen

Biologisch Abbaubare Illusionen ist ein klassisches Fanzine, das von Schülern betrieben wird und es auf mittlerweile drei sehr ansprechende Ausgaben gebracht hat.

Haina
Der Musiker und Zeichner Haina ist in Hamburg nicht ganz unbekannt. Im Rahmen des Festivals stellt er sein Wohnzimmer samt Privatsammlung aus.

Olivier Schrauwen
Olivier Schrauwen hat sich in den letzten Jahren mit seiner einzigartigen Comicästhetik einen Namen in der Independentszene gemacht. Neben zahlreichen Veröffentlichungen in Anthologien wie “Glömp” oder “Mome” hat er 2008 sein Debüt “Mein Junge” bei Reprodukt veröffentlicht. Seit einiger Zeit lebt Schrauwen in Berlin.

Moki
Die Malerin und Zeichnerin Moki ist in Hamburg eine feste Grösse in der Kunst- Comic- und Streetartszene. Im Heliumcowboy Artspace zeigt sie ihre neusten Bilder.

Fil

Fil verirrt sich nur selten nach Hamburg. Im Rahmen des Festivals gibt es aber die Möglichkeit, den Berliner Zeichner und Entertainer live zu sehen.

Das komplette Programm des Comicfestivals mit Orts- und Terminangaben sowie noch mehr Ausstellungen und Veranstaltungen findet sich auf der Website www.comicfestival.kikipost.com.

Hamburger Comicfestival 2008 - "Äpfel, Nüsse, Fink und Star"
11.-14. Dezember, Kulturhaus 73 und diverse Orte

26. Oktober 2008

Till Thomas: Neue Website

Till Thomas hat seine Webseite aktualisiert und komplett neu gestaltet. Es finden sich dort aktuelle Infos und Arbeitsproben des in Hamburg lebenden Illustrators und Comiczeichners.